

Von den verschiedenen Stilen der chinesischen Kampfkünste gilt das Hung Tao Choy Mei (Zhou Jia Quan), welches von Zhou Long Anfang des letzten Jahrhunderts begründet wurde, als einer der effektivsten und komplexesten. Dementsprechend ist es eine sehr seltene Begebenheit, dass jemand in den Rang eines Sifu erhoben wird.
Am 19.01.2008 war eine dieser seltenen Begebenheiten. Oder besser, eine noch seltenere, denn gleich vier Kampfkünstler wurden zu Sifus ernannt.
In der SHAOLIN HUNG CHOY Schule von Sifu Frank Greinacher in Gevelsberg, NRW, hatte sich viel nationale und internationale Kampfkunstprominenz eingefunden, um der zeremoniellen Meisterernennung beizuwohnen.
Die Zeremonie begann mit einem Zhou Jia Löwentanz, in dessen Rahmen dem Löwen die Augen geöffnet wurden, was diesem symbolisch das Leben einhaucht. Der Zhou Jia Löwentanz ist eine recht seltene Form des Löwentanzes. Die Löwentänzer der Shaolin Hung Choy beherrschen neben dem Fu Hoe Shan Shi noch ihren alten, stilspezifischen Löwen.
Nach dem Tanz kamen die zu ernennenden Kampfkünstler in die reichgeschmückte Halle, in der Reihenfolge ihres Kampfkunstalters. Vorne weg Thomas Warthe (Heilpraktiker und Leiter der Abteilung TCM der SHAOLIN HUNG CHOY), gefolgt von Eugen Helmut (Leiter des ZHOU GUAN, Schwelm), Alexander Tschernjawski (Leiter der ZHOU JIA KUNG FU ASSN., Haßlinghausen ) und Leonardo Tarantino (Ausbilder in der SHAOLIN HUNG CHOY).
Sie salutierten den Zeremonienmeistern Sifu Ek Eng Guan aus Singapur, der extra angereist war, um die Zeremonie zu leiten, und Sifu Seet Chor Thong (Leiter der NIA KWANG YING YONG TANG, Siegen) sowie ihrem Sifu Frank Greinacher, welche neben dem Schulaltar saßen. Darauf folgend fand am Altar eine formelle Eidleistung statt, welche von den anwesenden Zeugen, Sifu Alexander Czech (CHINESE KUOSHU INSTITUTE, Neu-Ulm), Sifu Gerhard Milbrat (MEI HUA TANG LANG, Lüdinghausen), Sifu Tim Otte (WAN FU, Hamburg) und Sifu Michael Streit (CHIN WOO, Bochum) aufmerksam beobachtet wurde.
